eIRT - erweiterte Injury-Recall-Technique
Ein zentraler Bestandteil meines Behandlungskonzeptes ist die erweiterte Injury Recall Technique nach Becker und Brunck, die es ermöglicht Verletzungsmuster die nach Unfällen, Operationen oder psychischen Traumen entstehen aufzulösen.
Die Technik wurde ursprünglich von dem amerikanischen Doctor of Chiropractic Walther Schmitt entwickelt. In diesem Konzept repräsentiert ein Verletzungsmuster einen persistierenden Fluchtreflex, der an den Bereich der ursprünglichen Verletzung gekoppelt ist. Dieses bleibt trotz einer länger zurückliegenden Verletzung im Nervensystem als aktuelles Ereignis präsent und kann jederzeit den Impuls zu einem Fluchtreflex produzieren, der mit dem normalen Bewegungsmuster in Konflikt steht und so eine muskuläre Instabilität verursacht. Dieser Mechanismus bildet die Ursache für weitere Verletzungen und Gesundheitsstörungen. Solche Verletzungsmuster können neben den unmittelbaren neuromuskulären Effekten auch biochemische und emotionale Aspekte beinhalten und stellen einen körperlichen Ankerpunkt für diese Störungen dar („Embodiment“). Ohne eine spezifische Behandlung zur Auflösung und Integration solcher Verletzungsmuster sind die assoziierten Gesundheitsstörungen nicht vollständig und dauerhaft behandelbar.
Damit ein Verletzungsmuster behandelt werden kann, bedarf es der Aktivierung des Areals, das mit der Körpererinnerung verbunden ist. Dieses drückt sich zum Beispiel durch die Empfindlichkeit von Operationsnarben gegenüber Berührungen aus und führt zu einer Instabilität der muskulären Führung.
Zum Beispiel reicht im Falle eines Verletzungsmusters im Kniebereich oft bereits das Gehen oder Springen zur Aktivierung der Störung aus.
Das Prinzip der IRT-Behandlung besteht darin, die Körpererinnerung zu provozieren und dann deren Einzelkomponenten durch die Behandlung von Muskeln, Wirbeln, Reflex- und Akupunkturpunkten so zu verändern, dass sich das Verletzungsmuster in der Zukunft nicht mehr aufbauen kann.
